Feiertage in Kanada

Hallo liebe Leser,

ich habe schon seit längerer Zeit keinen Blogeintrag mehr gepostet. Heute möchte ich mich den Feiertagen widmen. Sprich, dem Nikolaus (der hier in Kanada theoretisch nicht gefeiert wird), Weihnachten, Silvester und, weil das zumindest für mich ein Feiertag ist, meinem Geburtstag, der auch in der Weihnachtszeit liegt.

Beginnen wir doch einfach mal mit dem Nikolaus. Da dieser hier im Grunde genommen gar nicht existiert, habe ich einfach mal die Initiative ergriffen und die Rolle, die sonst wahrscheinlich immer unsere Eltern spielen, übernommen. Um ehrlich zu sein, war es ganz lustig. Zumal meine Mutter mir einige Tage zuvor ein Packet mit deutschen Süßigkeiten und mehr zukommen lassen hatte, konnte ich die Schuhe mit Zimtsternen, Lebkuchen, Schokoweihnachtsmännern, etc. füllen. Meine Gastfamilie fand das eine ziemlich lustige Aktion. Es hat sie wohl sehr gefreut.

Nikolaus

Die nächstige Festigkeit in meiner Gastfamilie war mein Geburtstag. Ich wurde 16 und es war ein wundervoller Tag. Ich wurde von meiner Gastschwester mit Pancakes und einem „Sweet-Sixteen-Ballon“ aufgeweckt, könnte dann meine ersten Geschenke öffnen und wurde dann kurz von meinen Eltern angeskyped, die mir alles Gute wünschten. Auf dem Schulweg stoppte meine Gastmutter mit uns bei Starbucks und wir durften uns alle aussuchen, was wir wollten. Als ich in die Schule kam, würde ich von meinen Freunden beglückwünscht, die mir alle Geschenke mitbrachten. Als ich dann in meinen Homeroom ging, das ist wie so eine Art Morgenkreis, den man hier immer morgens vor der Schule hat, wartete dort eine riesige weiße Box auf mich, mit einem fliegenden „Sweet-16-Ballon“ auf mich. In der Box befand sich eine gigantische Torte mit der Aufschrift „Happy Birthday, Marit“. Es war eine Überraschung meiner Gastfamilie. Total süß. 

Kuchen von Nahem

Geburtstags Überaschung: Kuchen mit Ballon in Homeroom

Später war ich noch mit Freunden in Downtown, was hier aber Uptown genannt wird, weil es auf einem Hügel liegt. Es war wirklich total schön. Als ich nach Hause kam, wartete dort in meinem Zimmer eine weitere Überraschung auf mich. Meine Gastmutter hatte überall an der Decke Lichterketten aufgehängt. Ich hatte nämlich zuvor mal geäußert, dass ich gerne Lichterketten in mein Zimmer hängen würde und gefragt, wo es die am besten zu kaufen gäbe. Das war also total lieb und aufmerksam von ihr.  
Eine weitere Überraschung anlässlich meines Geburtstags fand erst im Januar statt. Ürsprünglich war es noch für Dezember geplant, konnte dann dennoch nicht umgesetzt werden, da wir sehr viel unterwegs waren. Vorgestern nämlich, wollten wir alle zusammen Essen gehen, um nochmal zu feiern. Es wurde die ganze Zeit von uns vier geredet und deshalb nahm ich an, dass wir einfach als Familie essen würden. Doch als ich das Lokal betrat, stand dort ein riesiger Tisch mit all meinen Freunden. Es war quasi eine Überraschungsparty. Es war ein wunderschöner Abend und ich freue mich immer noch total über den Aufwand und die Mühe, die meine Gastfamilie sich gemacht hat, weil ich weiß, dass da echt viel Arbeit drinsteckte und sie sich wirklich Gedanken über mich gemacht haben. 

Die nächste Festigkeit war Weihnachten. Erstmal muss ich sagen, dass ich in der gesamten Zeit kaum Heimweh hatte, weder an meinem Geburtstag oder Weihnachten, noch an Silvester. Ich denke, sowas kommt 1. immer auf die Person und zweitens auf die Umgebung an. Ich persönlich habe mich total wohl gefühlt, weil es Menschen um mich herum gab, die ich jetzt auch meine Familie nenne und die mir das Gefühl gegeben haben, zu Hause zu sein. Jedenfalls läuft Weihnachten hier etwas anders ab, als ich es gewohnt bin.
Es gibt Strümpfe, die am Kamin hängen und die Geschenke werden traditionsmäßig erst am Morgen nach dem eigentlichen Weihnachtsabend geöffnet. Es war wirklich schön. Wir hatten einen tollen Abend und morgen mit wundervollen Geschenken. Wieder mal hatte sich meine Gastfamilie viele Gedanken gemacht. Über die Feiertage besuchten wir ich Familie und Freunde.

 

Die letze Festigkeit war Silvester.
Davon, muss ich sagen, war ich leider etwas enttäuscht. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Party um 00:00 erst so richtig beginnt, war die Party um 00:00 hier vorbei. Es machte zwar Spaß, Freunde zu sehen und mit ihnen zu feiern, aber wenige Minuten nach null Uhr waren auch schon fast alle Partygäste verschwunden.

Alles in allem habe ich die Feiertage hier in Kanada sehr genossen und ich hätte sehr viel mehr Heimweh erwartet, weil jeder immer davon erzählt, wie schlimm Weihnachten ist und wie sehr man die Familie vermissen würde. Wie gesagt, ich hatte bis auf vielleicht zwei Minuten am Morgen überhaupt nicht das Bedürfnis, nach Hause zu fahren oder so.
Wenn ihr irgendwelche Fragen habt, schreibt diese einfach in die Kommentare.
Bis bald und passt auf euch auf.
Eure Marit

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.